Casanova, der Verführer

Von Casanova kann man lernen, auch heute noch

Giacomo CasanovaCasanova wurde 1725 in Venedig geboren und nannte sich Chevalier de Seingalt. Zunächst studierte er Theologie und Jura. Bereits mit 16 wurde er Doktor der Rechtswissenschaften und erhielt in Venedig als angehender Priester die vier niederen Weihen. Danach reiste er durch Europa. In allen Städten, in denen er Station machte, verkehrte er in den feinsten Kreisen. Wegen seiner umfassenden Bildung war er gern gesehener Gast in Fürstenhäusern.

Er nahm die Frauen im Sturm und konnte jede haben. Dabei war er kein Eroberer im herkömmlichen Sinne. Er zelebrierte jedes Liebesabenteuer wie einen Gottesdienst. Frauen waren seine Religion, und die Erotik mit ihnen überirdisch. Dabei war Giacomo Casanova mit seiner riesigen Nase, seiner fliehenden Stirn und dem verquollenen Gesicht nicht gerade das, was man als gut ausschauend bezeichnet. Was viel mehr zählte war sein Benehmen. Die Art, wie er verführte, seine erotische Finesse. Das machte ihn so mächtig. Und davon kann man lernen, auch heute noch.

Sein Name ist noch heute das Synonym für Verführung

Welcher Mann möchte nicht so sein wie Casanova – umschwärmt, verführerisch, erfolgreich bei den Frauen? Und vor Allem: Welche Frau möchte nicht von so einem Mann geliebt werden? Casanova ist bis heute das Vorbild für jeden Mann, der Erotik als Kunst und die Frauen als ihre schönsten Werke versteht. Seine zehn Gebote der Verführung haben bis heute ihre Gültigkeit. Frauen werden weich durch Komplimente, erregt von Zärtlichkeit, ehe sie uns Männern schließlich verzaubert ihr „köstliches kleines Etwas“ ausliefern, wie Casanova es damals nannte.

Casanovas umfangreiche Memoiren sind von hohem kulturhistorischen Wert. Aufsehen erregten sie jedoch in erster Linie wegen der beschriebenen erotischen Abenteuer. Wie viel daran Wahrheit und wie viel Dichtung ist weiß niemand so genau. Sicher ist jedoch, dass es nicht nur die Ausdauer war, die ihn bei so vielen Frauen zum Erfolg führte. Insbesondere war es sein Charme und Humor. Und seine Fähigkeit zur raffinierten und doch glaubwürdigen Schmeichelei. Sein Wunsch, vor einer Eroberung die Frau als Persönlichkeit intensiv kennen zu lernen. Und wer weiß schon, ob Casanova jemals die Dienste von Escort Damen in Anspruch genommen hat? Fest steht aber: Sein Name ist noch heute das Synonym für Verführung.